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Montag, 4. Mai 2009

Ermittlungen zum Großteil abgeschlossen

Wie aus Polizeikreisen verlautete, ist rund neun Monate nach der ersten erstatteten Strafanzeige nun ein Ende der Ermittlungen in Sicht. Die Ermittlungsakten befinden sich nunmehr wieder bei der Staatsanwaltschaft Stralsund, die entscheiden wird ob und in welchen Fällen sie Anklage erheben wird.

Mittwoch, 4. März 2009

[Update 2] Berichterstattung in RTL Explosiv

In den nächsten Tagen wird es zu der Problematik "Mattisburg" und dem weiter unten beschriebenen FR-Artikel "Der verlorene Sohn" einen Beitrag im RTL-Format "Explosiv" geben. Ein genauer Sendetermin steht noch nicht fest. Frühestens kann jedoch am Donnerstag, den 05.03.2009 damit gerechnet werden.

Update:
Es wurde nicht über den FR-Artikel berichtet, sondern über den Fall "Lea-Marie", der ganz Deutschland bewegt. Im Hinblick auf eine Mitarbeiterin des Jugendamtes, die sich in diesem Fall durch die Nichterfüllung Ihrer Pflichten strafbar machte und verurteilt wurde, erläuterte man am Beispiel des Kinderheims Mattisburg, dass die deutschen Jugendämter oft überlastet sind und teils nicht interessiert genug arbeiten. Es wurde die Aussage getroffen, dass das Jugendamt über einen Zeitraum von zwei Jahren trotz unzähliger Hinweise von Praktikanten, Angestellten, Lehrern und vielen anderen Personen untätig blieb. Wir können dies dank umfangreicher Zeugenaussagen und Unterlagen, die diese Untätigkeit umfassend dokumentieren, bestätigen. Allerdings dürfte es sich um einen längeren Zeitraum handeln als lediglich zwei Jahre.

Update 2:
Eine Aufzeichnung der Sendung kann man sich hier in den nächsten 7 Tagen kostenlos ansehen.

Freitag, 14. November 2008

14.11.2008: Eine neue Heimleiterin und alte Seilschafter

Wie uns bekannt geworden ist, gibt es eine (hoffentlich) gute und eine schlechte Neuigkeit rund um die Vorfälle in der "Mattisburg".

Es wurde eine vermutlich externe Person zur Heimleiterin bestellt. Wir hoffen, dass es sich dabei um einen vertrauenswürdigen Menschen handelt, der nicht in die Fußstapfen von Kurt Z., Martin K., Bettina H. und Eckehardt S. treten wird. Wir wünschen Ihr alles Gute für die schwere Nachfolge, die sie in diesem Fall antritt.

Ganz und gar unerfreulich soll unseren Informationen zufolge allerdings eine kürzlich veranstaltete Vorstandswahl ausgefallen sein. Moritz L. und Ramona T. sollen in den Vorstand des Trägervereins gewählt worden sein. Moritz L. im Anschluss zum Geschäftsführer bestellt.

Gegen Herrn L. und Frau T. wird seitens der Staatsanwaltschaft mutmaßlich ermittelt. Die beiden Personen haben zum Einen nichts gegen die sexuellen Annäherungsversuche des Herrn Z. gegenüber einer 21-jährigen betreuten unternommen, obwohl diese ihnen bekannt waren. Auf der anderen Seite hielten sie sich während ihrer Arbeitszeit nicht zurück, "plakative Zärtlichkeitsbekundungen" vor den betreuten, teils durch schweren Missbrauch traumatisierten Kindern zur Schau zu stellen, während derer die beiden Erzieher sich küssten und anzüglich berührten. Bitten der Kinder, dies zu unterlassen, wurden sowohl ihrerseits als auch seitens der damaligen Vorstandsmitglieder schlicht ignoriert.

Freitag, 26. September 2008

Warum haben die Erzieher Verdacht geschöpft?

  • unverhältnismäßig hohe Fluktuationsrate der Mitarbeiterextrem 
  • viele, in keiner Weise vergütete Überstunden (so leisteten beispielsweise zwei Erzieher innerhalb ihrer 2-jährigen Zeit in der Mattisburg rund 1500 Überstunden)
  • immer klarer werdende Bereicherungsabsichten der Geschäftsleitung
  • alle Führungspositionen wurden mit der Geschäftsleitung zugeneigten Personen besetztkritische Personen wurden oft direkt gekündigt oder mundtot gemacht
  • der wachsende schlechte Ruf der Einrichtung bei Eltern, Ärzten, Jugendämtern, Schulen und anderen sozialen Einrichtungen Verschleierung der internen Geldflüsse(nie wurde offengelegt, welches Geld wohin fließt)
  • Isolierung der Einrichtung vor der Allgemeinheit / fast komplettes Einstellen der ÖffentlichkeitsarbeitVorstand der Mattisburg lehnte es bewusst ab, mit etablierten sozialen Netzwerken zusammenzuarbeiten
  • immer stärker wurden aktuelle Probleme mit sektenartigen Argumentationen und Methoden abgetan. War ein Kind beispielsweise einmal besonders aggressiv, so wurde dies mit Hilfe der Astrologie erklärt, nicht aber beispielsweise über fehlendes / stark fluktuierendes Fachpersonal 
  • Hilfeplangespräche zwischen der Einrichtung und dem Jugendamt wurden ebenso manipuliert wie Entwicklungsberichte verfälsch wurden - Ziel: Vertuschung der Missstände in der Mattisburg
  • von der Einrichtung bezahlte Mitarbeiter arbeiten in ihrer Arbeitszeit auf den Grundstücken und an den Häusern der Familie des Kaufmännischen und Technischen Leiters des Kinderheimsfür diese Arbeiten werden auch Betreute eingesetzt
  • Heimleitung arbeitet mit Methoden der "schwarzen Pädagogik": Einschüchterung und seelischer Druck sind an der Tagesordnung
  • Der kaufmännische und technische Leiter des Kinderheims hat mindestens zwei Betreute mutmaßlich sexuell genötigt
All diese Umstände sind nur die Spitze des Eisberges und waren Grund genug zu handeln und endlich etwas gegen die unseriöse Arbeit der Heimleitung zu unternehmen.